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Pension Taleton
Xirokambi, Dimos Faridos
Lakonia, PLZ: 23054
Peloponnes - Griechenland
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Taygetos


Der Taygetos ist das höchste Gebirge auf der Peloponnes-Halbinsel (2.407 m). Seinen Namen erhielt das Gebirge von der Nymphe Taygete, der Tochter des Atlas. Das Wort stammt wahrscheinlich aus der vorgriechischen Zeit. Die Byzantiner (Constantine VII Porphyrogennetos) nennen das Gebirge Pentadaktylos, aufgrund der fünf Stützpfeiler, die sich auf der Ostseite der Gebirgskette befinden.


"Taygeton nannten ihn die alten Spartiaten und Makrynon Ilian die Maniaten", schreibt der satirische Dichter Nikitas Nifakis (18tes Jahrhundert).


Das Relief des Taygetos, das verschiedenartig von Gebirgsmassiven, Schluchten und Gebirgsbächen gebildet wird, verleiht der Region eine besonders natürliche Schönheit und zieht verschiedene Tourismusformen an sich, die mit der Umwelt, dem Gebirgssport und den religiösen Touren zu tun haben.


Der Taygetos ist eigentlich eine Gebirgskette, die aus drei Gebirgsmassiven besteht: Aus dem Nördlichen Taygetos, den Zentralen Taygetos und dem Berg Tenaro oder Sangia.


Das Klima


Auf dem Taygetos begegnet man drei grundsätzlichen Klimazonen, die Seehöhenbedingt sind. Auf den niedrigen Hängen bis zu 800 m., herrscht typisches Mittelmeerklima mit einem trockenen Sommer, der am Mai beginnt und bis Mitte Oktober anhält. Im Herbst, der Mitte Oktober beginnt und Mitte Dezember endet, begegnet man geringen Regenfällen und vielen Sonnentagen. Der Winter, der darauf folgt ist relativ mild, dauert bis zum März an, bringt häufige Regenfälle mit sich und ist nicht allzu sehr kalt. Schneefälle sind äußerst selten. Der Frühling ab Mitte März hat viele Sonnentage und sporadische Regenfälle.


Auf der Gebirgszone bis zu 1.800 m. beginnt der Winter am Dezember und dauert bis zum März an, mit häufigen Regen- und Schneefällen, die gewöhnlich die Hänge für einige Wochen bedecken. Der Frühling ist relativ kalt und der Sommer beginnt erst viel später, ungefähr Anfang Juni. Sie wird durch kühle Sommertage charakterisiert und einem größeren Absinken der Temperatur (bis zu 0° C) im Winter.


Auf der subalpinischen und alpinischen Zone, über 1.800 m., ist das Klima kontinental, kalt und mit häufigen Schneefällen, ab Anfang Dezember, die die Gebirgsgipfel bis Ende Juni bedecken. Im Sommer, der für zwei Monate andauert, ist es äußerst warm tagsüber und kühl in der Nacht, während es manchmal regnet. Er hält bis Mitte September an, wobei die Regenfälle des Herbstes beginnen, die bis zum November ansteigen.


Vegetation


Die niedrigste Zone von der Oberfläche des Meeres bis zu 200 m., die als Flachland bezeichnet werden kann, nimmt eine Fläche von 64,500 (25,4%) Hektar ein. Die Zone ab 200 m. bis zu 1.000 m. nimmt eine Fläche von 151,100 Hektar ein (59,4%). Ab 100 m. bis zu 2.000 m. befinden sich 38,000 Hektar (14,9%) und über 2.000 m. streckt sich die Fläche gerade bis zu 700 Hektar oder 0,3% hin.


Wir begegnen fünf grundsätzlichen Vegetationszonen: A) Der Zone der Mittelmeersträuchern (ab 0 bis zu 700-800m.), B) der Zone der Gebirgsnadelbäume (bis zu 1.600-1.700 m.), C) der subalpinen Zone (bis zu 2.000 m.), D) der alpinischen Zone (2.000 m. und höher) und E) der azonalen Vegetation der Schluchten.


A) Zone der Mittelmeersträucher
Auf der flachen Ebene dieser Zone begegnet man landwirtschaftlichen Nutzflächen gewöhnlich mit Oliven bebauen und zusätzlich auf der Ostseite Zitrusfrüchten und Weingärten. Die restlichen Flächen werden von Oleastern (Olea europaea ssp. Oleaster), Eiben (Quercus coccifera), Gebüschen (Pistacia lentiscus), Eichen (Quercus ilex), Heidekräuter (Erica manipuliflora, erica arborea), Judasbäume (Cercis sliquastrum), Kulturpflanzen (Spartium junceum), Steinlinden (Phillyrea latifolia), Erdbeerbäume (Arbutus unedo), Ahorne (Acer sempervirens), Perückensträucher (Cotinus coggygria), Manna-Eschen (Fraxinus ornus), Zeder Wacholder (Juniperus oxycedrus), Birnenbäume (Pyrus spinosa), Johannisbrotbäume (Ceratonia Siliqua), Eichen (Quercus pubescens), Zypressen (Cupressus sempervirens) u.a.


Zwischen den Gebüschen wachsen 8 von den 32 regionalen einheimischen Pflanzen des Gebirges, sowie auch viele wilde Blumen wie z.B. Wildtulpen (Tulipa orphanidea), Meerzwiebeln (Urginea maritime), griechische Kaiserkronen (Fritillaria graeca), griechische Alpenveilchen (Cyclamen graecum), Skillen (Scilla messeniaca), Krokussen (Crocus laevigatus), Anemonen (Anemone pavonina), Margeriten (Anthemis chia), Orchideen (Orchis, Oprhys, Serapias) u.a.


In früheren Zeiten waren die Gebüsche richtige Wälder, doch die Brände, die Weide, das Holzfällen, die Astbeschneidung usw. haben den uralten Mittelmeerwald der Region verändert. In vielen Regionen sind die Gebüsche vollkommen verschwunden und an ihren Stellen wachsen jetzt andere Pflanzen wie z.B.: Ginster, Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Wolfsmilch u.a.


Auf dem Sangia, der das südliche Ende des Gebirges in Mani darstellt, ist die Vegetation sehr spärlich im Vergleich zum restlichen Gebirge. Hier dominiert das Reisig mit Feigenkakteen, Ginster, Dornginster, Disteln, Birnenbäume, Wildjohannisbrotbäume u.a. Es gedeihen wenige Oliven, Feigen, doch auch seltene einheimischen Pflanzen wie Krokussen (Crocus niveus) und Kaiserkronen (Fritillaria davisii).


B) Zone der Gebirgsnadelbäume
In dieser Zone entwickeln sich die Wälder des Gebirges, die hauptsächlich von der Schwarzkiefer (Pinus nigra) und dem griechischen Tannenbaum (Abies cephalonica) gebildet werden. Die Vegetation beinhaltet auch Laubbäume wie z.B. Kastanienbäume (Castanea sativa), Flaumeichen (Quercus pubescens), ungarische Eichen (Quercus frainetto), Platanen (Platanus orientalis) und in kleineren Baumgruppen oder auch einzeln, Zeder (Juniperus oxycedrus), kahle Pflaumen (Prunus cocomilia), Zypressen, Weiden, Pappeln u.a.


Ein natürlicher Schatz des Taygetos sind die uralten Schwarzkiefer, die sich verstreut im Zufluchtsort der Bergsteiger befinden und im Wald namens Vasiliki. Es handelt sich um Bäume, die 300-500 Jahre alt sind, mit einem Baumstammdurchmesser, der oft über 1 m. beträgt. Es sind Relikte der uralten Wälder, die aufgrund eines gewaltigen Waldbrandes am Anfang des 20sten Jahrhunderts zerstört wurden. Diese hochwertigen Denkmäler der Natur müssen endlich beschützt werden und der Taygetos muss zum Nationalpark ernannt werden.


Auf der Gebirgszone wachsen 13 regionale einheimische Pflanzen, von denen die 7 auch auf der subalpinischen und alpinischen Zone gefunden wurden. Auf Lichtungen und auf Plätzen, die durch Brände entblößt wurden, sowie der im Jahr 1998 bei dem 2,200 Hektar im zentralen und nördlichen Taygetos verbrannten, begegnet man einer Vielzahl an Pflanzen wie Nelken (Dianthus), Gebirgsanemonen (Anemone blanda), Hahnenfüße (Ranunculus sp.), griechische Korallen-Pfingstrosen (Paeonia mascula ssp. Hellenica), Amaranthen (Sedum sp.), Heckenrosen (Rosa canina), Geranien (Geranium sp.), Duftveilchen (Viola odorata), Zyklamen (Cyclamen repandum ssp. Peloponnesiacum, Cyclamen hederifolium), stängellose Schlüsselblumen (Primula vulgaris), Lotwurzen (Onosma sp.), Thymiane (Thymus sp.), Glockenblumen (Campanula sp.), rote Lilien (Lilioum chalcedonicum), Orchideen (Dactylorhiza, Limodorum, Listera, Orchis, Cephantera) u.a.


C) Subalpinische Zone
In 1600-1700 m. Höhe enden die Wälder und beginnen die subalpinischen Graswiesen und die Steinbildungen, auf denen nur kleinere Pflanzen wachsen, gewöhnlich langlebige. Sporadisch begegnet man einem kleinen Tannenbaum oder einer Schwarzkiefer, die eine zwerghafte oder entstellte Form aufgrund der häufigen Schneefälle hat.


Nur resistente Pflanzen schaffen es zu überleben, wie z.B. die Gebirgsbrennnessel (Urtica dioica), der Astragalus Taygeteus, die Schweizer Lotwurz (Onosma leptanthum), der Tee (Sideritis Clandestina ssp. Clandestina) u.a.


Es ist natürlich wahr, dass viele von diesen Pflanzen unbeachtet bleiben und nur bei den versierten im Gebiet der Botanik eine gewisse Rührung bewirken, die sich bemühen sie zu finden und zu identifizieren. Es gibt jedoch auch einige wilde Blumen, die trotz ihrer kleinen Größe ihre Anwesenheit deutlich zum Vorschein bringen und mit ihrer Zerbrechlichkeit innerhalb der wilden und rauen Landschaft der Gebirgsgipfel eine gewisse Rührung bewirken.


D) Alpinische Zone
In der alpinischen Zone erlauben die niedrigen Temperaturen, die Trockenheit der Luft und der starken Winde, die geringe Entwicklung des Bodens und die kurzanhaltende Periode der Vegetation nicht die Niederlassung von Waldvegetation.


Die Pflanzen denen man hier begegnet sind gewöhnlich langlebig und haben spezielle Anpassungseigenschaften entwickelt um diesen widrigen Bedingungen standzuhalten. Einige nehmen eine kompakte Form ein wie kleine Kissen, die aus vielen engverbundenen kleinen Sprossen und Blättern bestehen. Sogar in den scheinbar unfruchtbaren Geröllen gibt es Pflanzen, die mit ihren dünnen Sprossen und Wurzeln zwischen den Steinen hochklettern, in der Suche nach dem wenigen Boden und der Feuchtigkeit die darunter besteht.


Zwischen der wenigen und spärlichen Vegetation der alpinischen Zone begegnet man den ungewöhnlichsten und den meisten einheimischen Pflanzen der Region, wobei die meisten ihre Anwesenheit und Verbreitung mit den ungewöhnlichen Felsen verbinden, die die Gipfel des Gebirges bilden. Dies sind die Aethionema carlsbergii, Campanula papillosa, Jurinea taygetea, Crocus sieberi – subsp. Nivalis, Viola sfikasiana u.a.


E) Azonale Vegetation der Schluchten
Die Schluchten die den Taygetos in Richtung Lakonien und Messinien runterlaufen haben manchmal fast das ganze Jahr über Wasser und vertrocknen manchmal während der Sommerzeit. Das Klima ist kühler, der Boden beinhaltet mehr Feuchtigkeit und der Sonnenschein ist deutlich geringer als auf den umgebenden Hängen. Diese Bedingungen tragen zur Entwicklung einer eigenartigen Vegetation bei, die nicht allzu stark vom Höhenunterschied beeinflusst wird. Dominierende Spezies ist die Platane (Platanus orientalis), während sporadisch auch die Daphne (nobilis), die Myrte (Myrtus communis), der Granatapfel (Punica granatum), der Efeu (Hedera helix), und auf niedrigeren Höhen der Oleander (Nerium leander) und der Keuschbaum (Vitex agnus-castus) zum Vorschein treten.


Auf den Schluchten wachsen 6 einheimische Pflanzen des Gebirges: Die Athamanta arachnoidea auf der Langada, die Galanthus reginae olgae ssp. reginae olgae, die Inula candida - subsp. Limonella, die Lithodora zahnii auf dem Sangias, die Silene goulimyi, Stachys candita und andere einheimische Pflanzen Griechenlands, wie z.B. die Cyclamen hederifolium, die Lunaria annua ssp. Pachyrhiza u.a.


Zum Schluss, sollte man noch daran erinnern, dass bisher noch keine tiefgreifende wissenschaftliche Untersuchung auf dem Taygetos durchgeführt wurde. Falls eine solche Untersuchung stattfindet, sind wir der Meinung, dass beeindruckende Ergebnisse zum Vorschein kommen.

 
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